Grundeinkommen für alle: Utopie oder Zukunftsmodell? (MDR)

Wer soll ein Grundeinkommen beziehen können und in welcher Höhe? Wer würde das finanzieren und vor allem wie? Und welche Auswirkungen hätte so ein Grundeinkommen auf unsere Arbeitswelt und damit auf die Gesellschaft als Ganzes? Darüber diskutiert Moderatorin Anja Heyde mit den Gästen bei „FAKT IST!“ aus Magdeburg, am Montagabend ab 22:05 Uhr.

Eine Grafik mit Zahlen zum Thema Grundeinkommen.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Idee klingt verführerisch: Ein festes monatliches Einkommen, das ausreichen soll, die materiellen Grundbedürfnisse zu finanzieren. Das Grundeinkommen soll man bekommen, ohne etwas dafür zu tun. Bedingungslos.

Die Idee ist nicht neu, sie hat prominente Unterstützer, wie Telekom-Chef Tim Höttges oder den „dm“-Gründer Götz Werner. Richard Schmid aus Halle hat mit dem „Bündnis Grundeinkommen“ sogar eine Partei mitbegründet, die sich für die Einführung eines solchen Einkommens einsetzt und zur Bundestagswahl antritt.

Pro: Sicherheit – Contra: nicht finanzierbar

Befürworter argumentieren, ein Grundeinkommen gebe Sicherheit in einer zunehmend unsicheren, globalisierten Welt. Es könne der Mittelschicht Abstiegsängste nehmen und vor allem jedem Einzelnen mehr Freiheit einräumen, Dinge zu tun, die ihm am Herzen liegen.

Andere verteidigen die Idee mit dem Argument, uns bliebe gar keine andere Wahl in einer sich rasant verändernden Arbeitswelt, in der die Digitalisierung immer mehr Tätigkeiten übernimmt und damit Arbeitsplätze obsolet macht – und mithin Möglichkeiten, einen Lebensunterhalt zu verdienen.

Gegner wiederum halten das Grundeinkommen für eine absurde Tagträumerei, die weder organisatorisch geschweige denn finanziell umsetzbar sei.

Sind Sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen?

81% 1475 Stimmen   Ja
19% 354 Stimmen   Nein

Stand: 29.05.2017 14:00:01 Uhr 1829 Stimmen Die Abstimmungsergebnisse sind nicht repräsentativ.

Wer soll das Grundeinkommen beziehen und in welcher Höhe?

In der Tat stellen sich wichtige Fragen: Wer soll ein Grundeinkommen beziehen können – und in welcher Höhe? Wer würde das finanzieren – und wie? Und welche Auswirkungen hätte so ein Grundeinkommen auf unsere Arbeitswelt – und damit auf die Gesellschaft als Ganzes?

Über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens zwischen Utopie und reeller Chance diskutiert Anja Heyde mit folgenden Gästen:

Valerie Rupp, Bezieherin eines Grundeinkommens auf Zeit
Richard Schmid, Mitbegründer vom „Bündnis Grundeinkommen“
Susanne Wiedemeyer, Stellv. Bezirksvorsitzende DGB Sachen-Anhalt
Andreas Hoffmann, Wirtschaftsjournalist beim „Stern“
Michael Bohmeyer, Mein Grundeinkommen e.V.

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Bürgerreporter Stefan Bernschein hat den Parteimitbegründer Richard Schmid zu Gast und hat Passanten befragt, ob und in welcher Höhe sie ein Grundeinkommen befürworten würden. Wie immer wirft er auch einen Blick auf die Meinung der Zuschauer, die sich an der Diskussion unter facebook.com/MDRSachsenAnhalt oder per Mail an faktist@mdr.de beteiligen können.